Heute waren wir in einem Vergnüngspark anderer Art. Es standen die Geschichten von Astrid Lindgren im Mittelpunkt. Zuerst trafen wir Carlson vom Dach, der gerade Schabernack trieb mit der Mutter eines Jungen. Es war lustig anzusehen, doch verstanden haben wir nichts, da alles auf schwedisch gesprochen wurde. Am Schluss des 15 minütigen Theaters waren alle Kinder auf das Dach von diesem Haus eingeladen. Auf der anderen Seite konnten die Kinder hinunterrutschen. Wir blieben aber auf dem Boden und gingen weiter zu Pippi Langstrumpf in die Villa Kunterbunt. Dort trafen wir auch Annika und Tomi. Ihre Sehnsucht nach dem Vater wurde gestillt und sie konnten sich in die Arme schliessen. Danach gings gleich zu Michel aus Löneberga (hier in Schweden nennen sie ihn Emil). Natürlich steckte dieser seinen Kopf gleich zweimal in den Suppentopf. Da die Schüssel sehr fest sass und alles ziehen nichts gebracht hatte, musste die Schüssel zerbrochen werden. Auch in Birkenlund bei Madita kamen wir vorbei, die gerade Läuse hatte. Onkel Nilson tappte in die selbst aufgestellte Falle und musste daraus erlöst werden. Wieder in der Villa Kunterbunt angekommen, wurde diese gerade von Piraten belagert. Pippi trieb mit ihnen Schabernack und forderte sie zum Kampf hinaus. Diesen gewann sie natürlich und so enterten sie, ihr Vater und Tomi und Annika das Piratenschiff.
Nach diesen vielen Theatern war dringend Erholung angesagt und wir gingen in ein Restaurant auf dem Gelände. Solche Restaurants funktionieren ein bisschen anders als in der Schweiz. Wir hatten die Wahl zwischen 5 Menüs. Wir entschieden uns für die Hackbällchen (Köttbullar) mit Kartoffelstock. Alle Menüs kosteten pro Person 90 SEK (13.50 Fr.). Darin inbegriffen waren Getränk, Salatbuffet und Brot mit Butter (gesalzen). Wir erhielten unsere Teller und einen Chip. Als dieser piepste war unser Essen bereit und wir konnten es abholen. Es schmeckte hervorragend mit Ausnahme des Salates, der ein bisschen gewöhnungsbedürftig war. Es gab keine Salatsauce, dafür aber in Essig eingelegte Gurken und gekochte Erbsen.
Am Nachmittag besuchten wir Ronja und Birk in der Mattisburg. Danach machten wir einen Abstecher ins Heckenrosental und ins Kirschtal. Die Brüder Löwenherz trafen wir leider nicht, dafür aber eine sehr schöne Kulisse. Im ganzen Park gab es viele Schauplätze, bei welchen sich die Kinder austoben konnten. Viele kleine Häusschen, in die man hinein konnte. Auch ein Abbild der Stadt Vimmerby zur Zeit als Astrid Lindgren dort lebte. An einem solchen Ort gibt es natürlich auch eine Post. Dort kauften wir lustige Karten.
Anschliessend pilgerten wir durch die Souvenirshops, welche unserer Ansicht nach nicht so viel zu bieten hatten, ausser dem Buchladen. Es gab dort sogar ein Regal mit deutschen Büchern. Es war ein sehr warmer Tag (ca. 30 Grad) und deshalb wollten wir um 16:00 Uhr den Park verlassen und uns im See von gestern abkühlen (er ist wirklich so blau). Doch leider machte uns das Auto, respektive eine Schraube im Pneu ein Strich durch die Rechnung. Wir hatten einen Platten. Das hiess: den ganzen Kofferraum ausladen und das Ersatzrad montieren. Morgen gehts in die Garage und hoffentlich weiter nach Motala. Hier haben die Supermärkte auch am Sonntag geöffnet. Deshalb konnten wir uns auch nach dem tragischen Zwischenfall mit unserem Pneu mit einem feinen Znacht (Wallnuss-Brot mit richtiger Kruste, Zweifel Chips, Käse, Fleisch und Rüebli und zum Dessert Glace) und einem Frühstück für Morgen (Joghurt im Tetrapack und Milch) versorgen.
Noch ein Tipp zu unserem Wettbewerb: Das erste Foto enthält Geschichten aus dem Alten Testament und das zweite Foto nur Geschichten aus dem Neuen Testament! Alle die bereits eine Antwort geschickt haben, dürfen ihre Antwort noch ändern und nochmals schicken. Auch unvollständige Lösungen sind willkommen. Wir mussten schliesslich in der Kirche auch nachfragen, denn wie es bei Künstlern so üblich ist, man erkennt nicht alles!